Der Versuch mit der Sprudelflasche

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Kann man einen im Vollbrand stehenden Weihnachtsbaum mit einer einzigen Sprudelflasche löschen?

Ja, denn das haben wir für euch ausgetestet. Besonders heftig und schnell brennen trockene Nordmanntannen. Bei einem Versuch am Feuerwehrgerätehaus Höxter setzten wir eine trockene Tanne in Brand und warteten, bis sie völlig in Flammen stand.
Dann also Deckel von der Flasche, Daumen drauf, Flasche schütteln und die brennenden Tannenzweige von unten nach oben löschen.
Das es so gut funktioniert, hätten wir selbst nicht gedacht, hatte sich das Feuer doch schon stark ausgebreitet.
Diese Methode funktioniert zwar sehr gut, sie ersetzt jedoch keinen Feuerlöscher.


Fotos: Thomas Kube



Einen Entstehungsbrand daheim kann jeder löschen. Dies setzt jedoch voraus, das man entweder Vorkehrungen dafür getroffen hat oder sich anderweitig zu helfen weiß. Schnelles und richtiges Handeln ist bei einem Entstehungsbrand jedoch gefragt, um größeren Schaden zu verhindern. Man sollte sich allerdings niemals in Gefahr bringen. Ein wenig Mut gehört aber auch dazu, einen Entstehungsbrand abzulöschen, wenn sich die Verrauchung noch in Grenzen hält.

Für solche Situationen wurden die Feuerlöscher erfunden. Was macht man aber, wenn der Löscher gerade nicht zur Hand ist?
Ein effektives Löschgerät hat fast jeder Bürger in seinem Haushalt und weiß es überhaupt nicht:

Eine Wasser- bzw. Sprudelflasche mit Kohlensäure.

Auch wenn es sich dabei um kein wirkliches Löschgerät handelt, so ist die volle Wasserflasche (kein Stilles Wasser bzw. Medium) doch relativ effektiv in seiner Löschwirkung. Die Löschwirkung beruht auf dem Kühleffekt des Wassers, das durch seine vergrößerte Oberfläche an vielen Stellen gleichzeitig wirkt und durch einen geringeren aber wirksamen Stickeffekt durch die Kohlensäure. Ein Eimer Wasser hätte zur Brandbekämpfung zwar auch ausgereicht, seine Befüllung kostet aber wertvolle Zeit und der Wasserschaden wird dementsprechend größer. Die Sprudelflasche aus dem Kühlschrank ist meist schneller zur Hand, wenn es brenzlig wird. Bei einem Fettbrand darf man aber weder Wasser noch die Sprudelflasche zur Brandbekämpfung einsetzen (Dafür eignen sich spezielle Löschdecken und Fettbrandlöscher oder aber der Topfdeckel, mit dem man die Flammen ersticken kann).

Feuerlöscher sind unumstritten der wirksamste Schutz bei Entstehungsbränden.

Sie haben eine größere Wurfweite und je nach Größe einen entsprechenden Löschmittelvorrat. Für Innenräume eignen sich am besten Wasser- oder Schaumlöscher.
Pulverlöscher sind zwar auch effektiv, verursachen aber durch das Pulver zusätzlichen Schaden und viele haben auch Schwierigkeiten sie zu bedienen. Eine weitere Alternative sind sogenannte Feuer Löscher Spray, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind und zwischen 15 und 50 Euro im Handel kosten. Sprays kann jeder leicht bedienen im Gegensatz zum Feuerlöscher.

Generell gilt aber, sich vorher Gedanken machen, was im Notfall zu tun ist.


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