Erste Hilfe bei Verbrennungen

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Über den Äther mit dem Feuerwehrsender Radio 112.
Hier mit dem Artikel:
Erste Hilfe bei Verbrennungen
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Hautverbrennungen an einem Leuchtmittel
Foto: Rainer Schwarz
Verbrennung 1. Grades
Foto: Dr. Karger Münster
Verbrennungen nach Zugabe von Brennspiritus beim Grillen
Foto: E. Werther

Verbrennungen entstehen nicht nur durch Feuer. Verbrennungen kann man auch erleiden z. B. durch Reibung (z. B. nach einem Sturz oder in den Schuhen), elektrischen Strom, heiße Flüssigkeiten (richtigerweise: Verbrühungen) oder durch die Sonne.

Anzeichen für Verbrennungen

  • Rötung
  • Blasenbildung
  • Eventuell verkohlte Haut


Einwirkende Hitze kann zu Verbrennungen der Haut führen. Das liegt an der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Haut. Wirken in kurzer Zeit hohe Temperaturen auf die Haut ein, kann sich diese Wärme nicht schnell genug auf der Haut verteilen.
Bei Temperaturen von 50 bis 60 Grad kommt es dann zu einer Schädigung der Haut.
Je nach Dauer und Stärke der Einwirkung kann es zu bleibenden Schäden kommen.
Eine Verbrennung ist schnell passiert. Heißes Fett, Wasser, eine Herdplatte oder der Grill: im Haushalt lauern viele Fallen, an denen man sich verbrennen oder verbrühen kann. Solche Verletzungen sind sehr schmerzhaft.
Daher ist es wichtig, dass Sie richtig reagieren.
Das wichtigste bei einer Verbrennung oder Verbrühung ist zu verhindern, dass sich die Schädigung ausweitet.

  • Daher als erstes die Wärmequelle entfernen und brennende Kleidung löschen. Bei einer Verbrühung auf jeden Fall die mit heißer Flüssigkeit voll gesogenen Kleidungsstücke so schnell wie möglich entfernen.


  • Danach sollten Sie die betroffenen Stellen kühlen. Dazu verwenden Sie kühles Wasser mit etwa 20 Grad Celsius. Das Wasser lassen Sie über die betroffenen Körperteile laufen. Verwenden Sie zu kaltes Wasser, kann es zu einer Unterkühlung kommen.


Ist die betroffene Stelle größer als die Handfläche des Patienten oder der Patient hat starke Schmerzen, sollten Sie den Rettungsdienst rufen. Bis die Helfer eintreffen, sollten Sie die Wunde weiter kühlen und den Patienten beruhigen.
Hat der Patient starke Schmerzen, ihm ist schwindlig oder er wird blass, sollten Sie ihn nach Möglichkeit auf den Boden setzen, damit er sich bei einem Sturz keine weiteren Verletzungen zuzieht. Wird er bewusstlos, legen Sie ihn in die stabile Seitenlage.
Kühlen Sie mindestens fünf Minuten, besser zehn Minuten lang. Kühlen Sie nicht länger als maximal 15 Minuten. Bis dahin müssten die Schmerzen deutlich besser geworden sein. Ist das nicht der Fall, rufen Sie einen Rettungswagen.
Ist die Wunde größer als ein Ein-Euro Stück oder entzündet sie sich, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Wunde versorgen lassen. Verbrennungen heilen nur langsam und bilden leicht Narben. Daher kann eine professionelle Versorgung viel bewirken.

  • Was Sie auf keinen Fall tun sollten, ist, Hausmittel auf eine Verbrennung zu schmieren. Sind Sie sich nicht sicher, ob die Verbrennung so schlimm ist, dass sie vom Arzt versorgt werden muss, sollten Sie die Wunde lediglich kühlen.


Von Mehl, Salz, Öl, Salben und Pudern sollten Sie Abstand nehmen. Diese verschlimmern die Wunde meist nur.
Handelt es sich bei der Verbrennung lediglich um eine kleine Rötung oder Blase, können kühlende Gels nach dem Kühlen die Heilung beschleunigen und vor dem nervigen Juckreiz beim Abheilen schützen.

Quelle:

  • Willi Rappold
  • Stadtbeauftragter
  • Leiter Einsatzdienste im Kreis Soest
  • Malteser Hilfsdienst e.V.Ginsterweg 16
  • 59557 Lippstadt
  • Tel. +49 2941 17002
  • Homepage Malteser


Siehe auch Artikel:


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